Das heutige Berufsbild des Kürschners ist erst 150 Jahre alt, denn vor 1850 war es auch Aufgabe der Kürschner, die zu verarbeitenden Felle vorher zu gerben und zu färben. Man spezialisierte sich, und es entstand der Beruf des Bankkürschners, welchem das Gerben und Färben oblag, und des Nadelkürschners, welcher nur noch gestaltete und nähte.
Jetzt erst beginnt die Zeit moderner Pelzbekleidung. 1880 werden die ersten Paletots und Mäntel ganz aus Persianer vorgestellt und 1900 zur Pariser Weltausstellung wird ein Reigen von Edelpelzen gezeigt. Ein bodenlanger, taillierter, ausgelassener Nerzmantel erregt besondere Bewunderung.
200 Gesellenstunden und 1000 Näherinnenstunden waren dazu nötig – heute unbezahlbar.

Sehr konstruktive und viel unberechtigte Kritik von Seiten der Tierrechtsbewegung schadeten der Akzeptanz des Pelzes in der Öffentlichkeit. Jedoch wird jetzt Pelz zunehmend in neuem Licht gesehen.
Umweltverträglichkeit – Wiederverwendbarkeit – Langlebigkeit – Nachhaltigkeit - nachwachsender Rohstoff – Entsorgbarkeit – diese Anforderungen an ein Öko-Produkt hat das handwerkliche Erzeugnis Pelz auf seiner Seite. Zum Nutzen unserer Umwelt, zum Schutz vor unserer unwirtlichen Umwelt und zum grenzenlosen Wohlfühlen der Menschen.